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Newsletter Juni 2026

Geschichten, Grenzen, Gemeinschaft
Die Sonne glänzt in ihrer vollen Pracht, und die Temperaturen im Juni steigen Tag für Tag. Die Menschen begegnen sich am Rheinufer, fröhliches Gelächter zieht durch die Gassen, und die Rauchschwaden der Grills liegen wie ein leichter Nebel über den Dächern beider Basel. 
 
So begrüsst die neue Jahreszeit den Pride-Monat. Ein geschichtsträchtiger Monat, in dem wir der Menschen gedenken, die für unsere heutigen Rechte gekämpft haben – oft unter grossem persönlichem Risiko. Gleichzeitig blicken wir auf eine Gegenwart, in der der gesellschaftliche Rückhalt für LGBTQIA+ nicht selbstverständlich ist, und fragen uns, warum Prides auf der ganzen Welt auch heute noch notwendig sind. 
 
In diesem Newsletter werfen wir zudem einen Blick auf Grenzüberschreitungen: Warum gegenseitiger Respekt für alle gilt – auch innerhalb der Community. Denn jedes Handeln hat Konsequenzen, für uns als Community und für jede einzelne Person. 
 
Der farbenfrohe Monat ist für uns auch Anlass, eines unserer Herzensprojekte vorzustellen: Das Regenbogenhaus, das wir gemeinsam mit anderen Vereinen und dem Kanton vorantreiben, ist in die Projektphase gestartet. 
 
Und schliesslich freuen wir uns darauf, gemeinsam Zeit zu verbringen. Pride bringt Menschen auf der ganzen Welt zusammen – und auch uns als habs queer basel. Gemeinsam streiken und feiern wir an «Basel tickt bunt» und darüber hinaus. 
 
Gemeinsam statt einsam in den Juni 2026!


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Geschichte und Realität
von Alessandro Wenger
 
Die Geschichte der LGBTQIA+ Community reicht weit zurück – weit über die Lebenszeit unserer Generation hinaus. Wenn wir heute über Gleichberechtigung, Sichtbarkeit und Pride sprechen, stehen wir auf den Schultern von Menschen, die lange vor uns für Anerkennung, Sicherheit und Würde gekämpft haben. 
 
Als einer der frühen Pioniere der homosexuellen Emanzipationsbewegung gilt der deutsche Jurist, Journalist und Autor Karl Heinrich Ulrichs. Geboren 1825, war er einer der ersten Menschen der neueren Geschichte, der öffentlich über gleichgeschlechtliche Liebe sprach und sich für deren gesellschaftliche Anerkennung einsetzte. Seine Schriften und Vorträge sind bis heute bedeutende Zeugnisse einer Bewegung, die damals kaum sichtbar war – und häufig mit persönlichem Risiko verbunden blieb. Auch kulturelle Institutionen greifen diese Geschichte zunehmend auf, etwa das Kunstmuseum Basel mit Ausstellungen zu frühen Darstellungen homosexueller Identitäten. 
 
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich in Europa eine erste, wenn auch fragile, queere Öffentlichkeit. In der Schweiz entstand insbesondere in Zürich eine bemerkenswerte Szene rund um die internationale Zeitschrift «Der Kreis», die über viele Jahre hinweg eine wichtige Plattform für homosexuelle Männer darstellte. Der gleichnamige Film zeigt eindrücklich, wie Menschen trotz gesellschaftlicher Vorurteile versuchten, ihre Identität zu leben und Gemeinschaft zu finden – oft im Verborgenen, aber mit grossem Mut. Zürich wurde damit zu einem der wenigen Orte in Europa, an dem queeres Leben zumindest teilweise sichtbar werden konnte. 
 
Gleichzeitig verschärfte sich in Teilen Europas die Verfolgung homosexueller Menschen dramatisch. Im nationalsozialistischen Deutschland wurden tausende Männer aufgrund ihrer sexuellen Orientierung verfolgt, deportiert und ermordet. Auch im faschistischen Italien wurden homosexuelle Menschen staatlich verfolgt und systematisch ausgegrenzt. Diese Kapitel erinnern uns daran, wie schnell gesellschaftliche Intoleranz in offene Gewalt umschlagen kann. 
 
Neben homosexuellen Menschen standen auch Transpersonen über lange Zeit vor erheblichen Hürden. Geschlechtsidentität ist kein modernes Phänomen. Bereits in den 1920er-Jahren suchten Menschen Wege, ihre Identität authentisch zu leben. Die Geschichte der dänischen Künstlerin Lili Elbe – später einem breiteren Publikum durch den Film «The Danish Girl» bekannt – zeigt, mit welchen persönlichen und medizinischen Risiken frühe geschlechtsangleichende Behandlungen verbunden waren. 
 
Auch in der Schweiz war der Weg zu mehr Gleichberechtigung lang und von Widersprüchen geprägt. Zwar wurde Homosexualität hier vergleichsweise früh entkriminalisiert, doch gesellschaftliche Akzeptanz entwickelte sich deutlich langsamer. Themen wie rechtliche Gleichstellung, Schutz vor Diskriminierung oder die Anerkennung verschiedener Lebensformen sind erst in den letzten Jahren stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt – und bleiben bis heute Gegenstand politischer und gesellschaftlicher Diskussionen. 
 
Bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein wurden Menschen, die nicht der heterosexuellen Norm entsprachen, in vielen Ländern diskriminiert oder kriminalisiert. Homosexualität galt lange als Krankheit oder moralisches Fehlverhalten. Erst in den letzten Jahrzehnten setzte sich international zunehmend die Erkenntnis durch, dass sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität Teil der natürlichen Vielfalt menschlichen Lebens sind. 
 
Einen entscheidenden Impuls erhielt die moderne LGBTQIA+ Bewegung durch die Stonewall Riots im Jahr 1969 in New York. Nach einer Polizeirazzia im Stonewall Inn widersetzten sich Besucherinnen und Besucher erstmals öffentlich der staatlichen Repression. Die darauffolgenden Proteste gelten heute als Wendepunkt der queeren Bürgerrechtsbewegung. Aus ihnen entwickelten sich weltweit Pride-Veranstaltungen – als Zeichen von Sichtbarkeit, Solidarität und dem fortdauernden Einsatz für Gleichberechtigung. 
 
Und doch hat sich die Bedeutung dieser Veranstaltungen im Laufe der Zeit verändert. Was einst als Protest gegen Unterdrückung begann, ist vielerorts auch zu einem grossen, kommerzialisierten Ereignis geworden. In Städten wie Berlin, Amsterdam oder Zürich prägen heute Paraden, Musik und Festivals das Bild. Diese Entwicklung bringt Sichtbarkeit und Lebensfreude – birgt aber auch die Gefahr, dass die ursprünglichen Kämpfe in den Hintergrund treten
 
Während Pride-Veranstaltungen wachsen und sich weiterentwickeln, bleibt eine zentrale Frage bestehen:

Woran erinnern wir uns – und was droht in Vergessenheit zu geraten? 
 
Die Geschichte der Pride-Bewegung ist geprägt von Verachtung, Leid und Verlust. Und doch feiern wir heute. Vielleicht ist genau das Teil ihrer Stärke – und gleichzeitig eine Herausforderung. Denn während wir feiern, erleben viele Menschen weiterhin Ausgrenzung und Gewalt. Aktuelle Studien und Berichte aus Europa zeigen, dass die gesellschaftliche Akzeptanz nicht überall wächst – teilweise nimmt sie sogar wieder ab. 
 
«Die Vergangenheit ist nicht einfach vergangen.»
 
Vielleicht liegt gerade darin eine leise Hoffnung: dass wir uns erinnern. Dass wir genauer hinsehen. Und dass wir das Feiern nicht vom Erinnern trennen, sondern beides nebeneinander bestehen lassen.

Quellen:
– Karl Heinrich Ulrichs – Biografie und historische Einordnung 
– Kunstmuseum Basel – Ausstellung „The First Homosexuals“ 
– Der Kreis (Zeitschrift) 
– Verfolgung homosexueller Männer im Nationalsozialismus 
– Homosexualität und Faschismus 
– Lili Elbe – historische Einordnung 
– Geschichte HIV/Aids Schweiz 
– Entpathologisierung von Homosexualität (WHO) 
– Stonewall Riots / Geschichte der Pride-Bewegung 
  https://www.britannica.com/event/Stonewall-riots 
  https://www.history.com/topics/gay-rights/the-stonewall-riots 
  https://www.nps.gov/ston/index.htm



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Prides, wir kommen!
von Alessandro Wenger

Die habs queer basel geht diesen Sommer gemeinsam auf Pride-Tour: Mit einer Delegation besuchen wir Basel, Liestal, Freiburg und Zürich – vier Prides, vier Städte, ein gemeinsamer Gedanke: sichtbar sein, laut sein, füreinander einstehen. 
  
Die Prides sind mehr als nur ein buntes Fest. Hinter jeder Parade stehen Jahrzehnte von Kämpfen um Rechte, Sichtbarkeit und das Recht, einfach leben zu dürfen. Setzen wir ein Zeichen, dass queeres Leben im Dreiländereck und in der Schweiz vernetzt, sichtbar und solidarisch ist. 
 
20. Juni 2026
CSD Freiburg 
 
Der CSD Freiburg ist seit vielen Jahren eine wichtige Stimme für queere Menschen im süddeutschen Raum. Hier kommen politische Forderungen, Demonstration, Parade und Kundgebung zusammen. In Freiburg treffen klarer Protest und Lebensfreude aufeinander: Reden, Musik, Wagen, Fussgruppen – und immer wieder der Hinweis, dass rechtliche Fortschritte nicht automatisch Akzeptanz bedeuten. 
 
Für habs queer basel ist Freiburg als Nachbarstadt ein natürlicher Partner: Wir zeigen, dass queere Solidarität keine Grenzen kennt.

20. Juni 2026
Zurich Pride 
 
Die Zürich Pride ist die grösste queere Veranstaltung der Schweiz und blickt auf über 30 Jahre Geschichte zurück. Aus den ersten Christopher-Street-Day-Demonstrationen der 1990er-Jahre ist ein grosses Festival geworden, an dem heute Zehntausende teilnehmen. Herzstück bleibt die Demonstration durch die Stadt – ein sichtbarer, lauter Protestzug für gleiche Rechte, rechtlichen Schutz und gesellschaftliche Anerkennung. 
 
Mit unserer Delegation bringen wir die Basler Perspektive nach Zürich und machen sichtbar: Queere Anliegen hören nicht an den Kantonsgrenzen auf. 
 
27. Juni 2026
Basel tickt bunt
 
Mit «Basel tickt bunt!» hat Basel ein eigenes Pride-Format, das Demonstration, Kultur und Community verbindet. Der Festivaltag mit Pride Walk, Podium, Drag-Formaten und Abendprogramm macht queeres Leben mitten in Basel sichtbar – politisch, laut und herzlich. 
 
Als habs queer basel sind wir hier nicht nur Gast, sondern Teil der Geschichte: Basel ist unsere Homebase. Unsere Delegation zeigt, dass die hiesige Community vernetzt ist – in die Region, in die Schweiz und darüber hinaus. 

Die habs queer basel ist offiziell angemeldet und wird mit einem kleinen Wagen mitlaufen.
 
27. Juni 2026
CSD Baselland

Die CSD Baselland ergänzt die queere Landschaft in der Region mit einem eigenen, deutlich sichtbaren Zeichen über die Kantonsgrenzen hinweg. Im Mittelpunkt stehen eine politische Demonstration, klare Forderungen nach rechtlicher und gesellschaftlicher Gleichstellung sowie ein buntes Rahmenprogramm, das zeigt: Queeres Leben existiert nicht nur in den Städten Basel und Zürich, sondern genauso in den Gemeinden und Dörfern rundherum.
 
Mit Reden, Musik und sichtbarer Präsenz im öffentlichen Raum setzt der CSD Baselland ein wichtiges Signal gegen Queerfeindlichkeit und für Solidarität – auch mit jenen, die im Alltag weniger Schutzräume haben. Für uns als habs queer basel ist die Teilnahme ein Ausdruck davon, dass unsere Community regional vernetzt ist und wir Kämpfe um Sichtbarkeit und Rechte gemeinsam führen – über Stadt- und Kantonsgrenzen hinaus.
 
Mach mit!
 
Mit unserer Delegation wollen wir mehr als nur «dabei sein». Wir reisen gemeinsam an, nehmen an den Demos teil und zeigen uns als Gruppe – mit unseren Geschichten, unseren Forderungen und unserer Solidarität. Du kannst bei einer oder mehreren dieser Prides dabei sein: Freiburg, Basel oder Zürich – oder bei allen dreien. Ob du schon oft an einer Pride warst oder zum ersten Mal mitgehen möchtest: Du bist willkommen. 
 
Alle Details zu Daten, Treffpunkten und Programm findest du laufend auf unserem Instagram-Kanal. Wenn du dich für die Delegation anmelden oder Fragen stellen möchtest, melde dich per E-Mail an

events@habs.ch 

Links:
https://freiburg.pink/event/csd-freiburg/ 
https://baselticktbunt.ch/ 
https://zurichpridefestival.ch/demonstration/ 



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Ein Haus für Generationen. Ein Haus für uns.
von Marc Fehlmann
 
Die habs queer basel hat sich 2024 zusammen mit Queer Altern und der AHbB zu einer «Arbeitsgruppe Regenbogenhaus» zusammengeschlossen, um bei der Abteilung Gleichstellung und Diversität einen Vorprojektantrag für einen physischen Community-Space einzureichen. Daraus ist eine Bedarfsanalyse entstanden, die Grossrätin Michela Seggiani (Vorstandsmitglied der AHbB und habs-Mitglied) bereits am Runden Tisch vom 28. April Vertreter*innen der LGBTIQ-Community Basel vorgestellt hat. Hier die wesentlichen Punkte für unsere Mitglieder. 
 
Die Bedarfsanalyse zeigt klar: Die Community wünscht sich einen gemeinsamen physischen Ort für Austausch, Unterstützung und Sichtbarkeit. 56 ausgefüllte Fragebogen und Gespräche bilden eine solide Grundlage und spiegeln eine breite Teilnahme von Akteur*innen und Institutionen, die zusammen rund 3’000 Menschen vertreten. Alle bestätigen, dass ein Safer Space, ein gemeinsames Dach und eine Schnittstelle zwischen Community, Stadtgesellschaft, Politik und Verwaltung nötig sind. 
 
Besonders wichtig sind für diesen Ort Schutz vor Diskriminierung, ein Code of Conduct und die verbindliche Einbeziehung marginalisierter Gruppen. Ein barrierefreier Zugang, queersensible Care-Angebote und Raum für Themen wie Alter, psychische Gesundheit und Pflege werden klar eingefordert. 
 
Als Träger wird eine Dachorganisation vorgeschlagen, die partizipativ strukturiert ist und die vielfältigen Stimmen der Community einbindet. Die Arbeitsgemeinschaft Regenbogenhaus will nun mit Sim Eggler von der Abteilung Gleichstellung und Diversität das weitere Vorgehen besprechen.


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Kennst du die Grenzen?
von Fabian K. Eggimann
 
Sichtbarkeit und Offenheit sind zentrale Errungenschaften queerer Bewegungen. Sie tragen dazu bei, Diskriminierung abzubauen und Solidarität zu ermöglichen. Diese Werte dürfen jedoch niemals auf Kosten der Selbstbestimmung einzelner Menschen durchgesetzt werden. Gleichzeitig zeigt sich immer wieder – auch kürzlich innerhalb unserer Community, dass in queeren Kontexten persönliche Grenzen überschritten werden, mit potenziell schwerwiegenden Folgen für Betroffene. 
 
Wenn Menschen ohne ihr Einverständnis im privaten oder beruflichen Umfeld als queer benannt werden (Fremd-Outing), stellt dies einen gravierenden Eingriff in die Privatsphäre und in grundlegende Persönlichkeitsrechte dar. Besonders im Arbeitskontext kann dies leider immer noch weitreichende Folgen haben. Die Entscheidung, ob, wann, gegenüber wem und in welchem Kontext ein Outing erfolgt, liegt ausschliesslich bei der betroffenen Person. Diese Entscheidung ist nicht delegierbar. 
 
Gerade deshalb braucht es innerhalb der Community gegenseitige Unterstützung und ein klares Bewusstsein dafür, dass queere Lebensweisen gesellschaftlich noch nicht immer voll akzeptiert sind, vor allem im Arbeitsleben. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir gemeinsam daran arbeiten, Arbeitsumfelder so zu verändern, dass Offenheit möglich wird – ohne Druck und ohne Zwang. 
 
Zahlreiche ethische, psychosoziale und juristische Beiträge betonen, dass unfreiwilliges Outing unabhängig vom Kontext problematisch ist. Es entzieht Betroffenen die Kontrolle über hochsensible Informationen und setzt sie Risiken aus, die von sozialer Ausgrenzung und Diskriminierung bis hin zu beruflichen Nachteilen und psychischer Belastung reichen können. Insbesondere am Arbeitsplatz ist ein Outing kein belangloser Akt: Machtverhältnisse, Abhängigkeiten und mögliche Konsequenzen sind dort besonders ausgeprägt. 
 
Mehrere Autor*innen weisen darauf hin, dass unfreiwilliges Outing als Form von Gewalt verstanden werden kann, da es gegen den Willen der betroffenen Person erfolgt und deren Sicherheit und Autonomie beeinträchtigt. Die Motivation der handelnden Person ist dabei nicht ausschlaggebend. Entscheidend ist allein die Wirkung: die Verletzung von Grenzen und der Verlust von Selbstbestimmung. 
 
Gerade queere Vereine und Community‑Räume tragen hier eine besondere Verantwortung. Ungewollte Einmischung in private Angelegenheiten darf nicht toleriert werden. Diese Räume müssen Orte des Vertrauens und der Sicherheit sein. Das bedeutet, die Entscheidungen von Einzelnen zu respektieren – auch dann, wenn diese nicht den eigenen Vorstellungen von Offenheit oder politischer Sichtbarkeit entsprechen. 
 
Empowerment bedeutet Selbstbestimmung. Wer andere outet, spricht ihnen diese Selbstbestimmung ab. 
 
Auch «Basel tickt bunt» greift ein ähnliches Thema auf: 
Dienstag, 23. Juni 2026 
QUEER TALK: Öffentliches Coming-out – öffentlich angreifbar?

Quellen:
– Indiana University – Media Ethics Case Studies: *The Ethics of Outing* 
– The Odyssey Online – *Outing Someone Is a Form of Violence* 
– WebMD – *What Is Outing?* 
– Canadian Journal of Law and Jurisprudence – *Outing: The Supposed Justifications* 
– Royal CWS Society – *Preventing Accidental Outing*



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Wir bewegen Zukunft
 
Kino Tipp
Lilia hat sich in Paris ein freies Leben aufgebaut – weit weg von den Erwartungen ihrer Familie. Als sie für die Beerdigung ihres Onkels nach Tunesien zurückkehrt, trifft sie auf ein Schweigen, das lauter ist als jedes Wort. Hinter verschlossenen Türen stösst sie auf Geheimnisse, die nicht nur den plötzlichen Tod ihres Onkels, sondern auch die Rolle von Frauen, Körpern und Begehren in ihrer Familie in Frage stellen. 
 
«À voix basse» erzählt mit leiser, eindringlicher Stimme von queerer Identität, familiären Tabus und der schwierigen Freiheit, sich selbst treu zu bleiben – gerade dort, wo es am meisten weh tut. 
 
Kinostart in der Deutschschweiz ist am 16. Juli 2026, unter anderem in Zürich. 

https://cineworx.ch/movie/a-voix-basse/ 

5 Jahre FLCD – Herzlichen Glückwunsch!
Der FLCD – Fetisch & Leder Club Dreiländereck feiert in diesem Jahr sein fünfjähriges Bestehen. Seit seiner Gründung engagiert sich der Verein für Sichtbarkeit, Vernetzung und Gemeinschaft innerhalb der Fetisch- und Lederszene im Dreiländereck.

Das Jubiläum wird vom 19. bis 21. Juni 2026 im Rahmen des CSD-Wochenendes in Freiburg gefeiert. Neben der Pride-Parade stehen Begegnungen und das gemeinsame Feiern im Mittelpunkt.

Wir wünschen dem FLCD ein gelungenes Jubiläumswochenende und viele schöne Begegnungen.

Weitere Informationen: https://flcd.de/

Meeting Point
Auch der monatliche Meeting Point an der ZischBar bleibt ein wichtiger Treffpunkt für gemütliche Gespräche und neue Begegnungen innerhalb der Community. Die nächste Ausgabe findet am 14. Juli 2026 statt. Egal ob langjähriges Mitglied oder neue Person – alle sind herzlich willkommen.

Die Daten des Meeting Point.
 
Solidarität mit dem feministischen Streik
Am 14. Juni gehen in Basel erneut zahlreiche Menschen für Gleichstellung, Respekt und ein Leben frei von Diskriminierung auf die Strasse. Viele Anliegen des feministischen Streiks überschneiden sich mit den Anliegen der LGBTQIA+ Community. Gemeinsam stehen wir für eine Gesellschaft ein, in der alle Menschen unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität gleichberechtigt leben können.

Die habs queer basel wünscht allen Teilnehmenden einen erfolgreichen und friedlichen Streiktag.

Weitere Informationen: Feministischer Streik Basel

Die «Sapphic Connect Basel»-Gruppe der habs queer basel lädt alle interessierten Frauen und nichtbinären Personen herzlich ein, gemeinsam am feministischen Streik teilzunehmen.

Wir treffen uns um 13.00 Uhr beim Spalenbrunnen und freuen uns auf euch

Wir freuen uns auf viele gemeinsame Begegnungen mit euch!



In eigener Sache
der Vorstand

Mit der steigenden Beliebtheit unserer Gesprächsgruppen und den vielfältigen Themen, die in der Community gemeinsam besprochen und ausgetauscht werden, haben Vorstand und Gruppenleitende einen neuen Verhaltenskodex erarbeitet. Dieser ist ab sofort auf unserer Homepage zu finden.

Zum Code of Conduct 
 
Wir wünschen allen Teilnehmenden viel Freude und gute, stärkende Erfahrungen in unseren Gruppen und an unseren Veranstaltungen. Und natürlich steht der Vorstand jederzeit gerne für Unterstützung bei neuen Ideen und Themen zur Verfügung.

 
Verantwortlich für den Newsletter: Alessandro Wenger


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